Korrektur und Rekonstruktion
nach Brustkrebs

Plastische Chirugie

Für jede Frau ist die Diagnose Brustkrebs schockierend und mit vielen Ängsten verbunden. Zusammen mit den Onkologen begleiten wir Sie während dieser schweren Zeit und helfen Ihnen sich dennoch in ihrem Körper wohlfühlen zu können.

 

Rekonstruktion nach Brustkrebs

Brusterhaltende Operation und Strahlentherapie

In vielen Fällen ist es möglich nur das Tumorgewebe aus der Brust zu entfernen und anschließend zu bestrahlen. Bei sehr großen Brüsten ist in diesen Fällen eine sogenannte onkoplastische Brustverkleinerung möglich: nach der Tumorentfernung wird das Restgewebe neu geformt und die Brust gestrafft. Die gegenseitige Brust wird wie bei einer Brustverkleinerung operiert und so werden beide Brüste symmetrisch aneinander angepasst.

Kommt es bei kleineren Brüsten nach der Tumorentfernung und Strahlentherapie zu Asymmetrien oder Dellenbildungen, gibt es vielseitige Techniken diese Ungleichheiten auszugleichen. Wir beraten Sie gerne in einem ausführlichen Gespräch über ihre individuellen Möglichkeiten.

 

Brustentfernung und Brustrekonstruktion

Muss die gesamte Brustdrüse entfernt werden, gibt es prinzipiell zwei verschiedene Techniken die Brust zu rekonstruieren – mit Implantat oder mit Eigengewebe.

Eingriffsdauer:
2h – 6h

Narkose:
Vollnarkose

Ausfallzeit:
je nach Eingriff 7-14 Tage

Brustrekonstruktion mit Implantat

Das Implantat wird unter den Brustmuskel eingesetzt und der Muskel mit einem inneren Netz fixiert. Die Implantatgröße richtet sich bei einseitiger Rekonstruktion nach der gesunden gegenseitigen Brust, bei beidseitiger Rekonstruktion nach den Wünschen der Patientin und den Möglichkeiten ihres Körperbaus.

Brustrekonstruktion mit Eigengewebe

Für die Rekonstruktion mit Eigengewebe gibt es verschiedenste Techniken der Gewebetransplantation. Am häufigsten wird Gewebe vom Unterbauch in Form eines sogenannten DIEP (deep inferior epigastric artery perforator) – Lappens verwendet. Über einen spindelförmigen Schnitt unterhalb des Nabels bis zum Schambereich wird das Gewebe bis zur Muskulatur zusammen mit einem versorgenden Blutgefäß entnommen und anschließend im Brustbereich wieder an die Blutversorgung angeschlossen. Der Anschluss der Blutgefäße erfolgt unter dem Operationsmikroskop in mikrochirurgischer Technik.  Der Wundverschluss am Bauch wird wie eine Bauchdeckenstraffung durchgeführt. Erfolgt die Brustrekonstruktion in gleicher Operation mit der Brustentfernung und kann die Haut der Brust erhalten bleiben, so wird alles verpflanzte Gewebe unter die Haut eingebracht und ist Füllgewebe für die rekonstruierte Brust. Erfolgt die Rekonstruktion in zwei Operationen und wurde die Haut der Brust entfernt, so kann die Haut vom Unterbauch zur Wiederherstellung der Brusthaut verwendet werden.

Alternativ kann das Gewebe auch vom innenseitigen Oberschenkel entnommen werden (TMG transverser myokutaner Gracilislappen oder PAP profunda artery perforator Lappen). Bei dieser Technik liegt die Narbe unauffällig in der oberen Hautfalte am Oberschenkel und in der Pofalte. Auch hier wird eine Gewebespindel aus Haut, Fettgewebe und beim TMG auch mit einem kleinen Muskel entnommen und mit dem versorgenden Blutgefäß in den Brustbereich versetzt. Welche Technik eingesetzt wird entscheiden wir gemeinsam mit der Patientin in einem ausführlichen persönlichen Beratungsgespräch.

Eine Rekonstruktion mit eigenem Gewebe ohne Gefäßanschluss ist die Rekonstruktion mit Latissimus dorsi Lappen. Hierbei wird der Latissimus Muskel mit einer Spindel aus Haut und Fettgewebe verwendet und an seinem Gefäßstiel nach vorne zur Brust versetzt. Dies ergibt jedoch meist relativ wenig Volumen, sodaß oft zusätzlich ein Implantat eingesetzt werden muss.

Eingriffsdauer:
2h – 6h

Narkose:
Vollnarkose

Ausfallzeit:
je nach Eingriff 7-14 Tage

Eingriffsdauer:
30min – 2h

Narkose:
Vollnarkose

Ausfallzeit:
5-7 Tage

Korrektur nach Brustkrebs

Oft verbleiben nach den onkologischen Eingriffen Dellen, Narben oder störende Asymmetrien. Hier gibt es vielfältige Möglichkeiten zur Korrektur – vom Eigenfett über angleichende Verkleinerungen bis zu Gewebetransplantationen. Wir informieren und beraten Sie sehr gerne in einem ausführlichen persönlichen Gespräch.

Eingriffsdauer:
30min – 2h

Narkose:
Vollnarkose

Ausfallzeit:
5-7 Tage